Simplix Linux

Simplix Linux is an easy to use operating system for desktop home computers. It is a live CD/DVD based on Debian GNU/Linux and is made for German speaking users.

Vorbemerkung

Simplix Linux ist ein Debian-Derivat, das Linux-Neulingen einen leichten Zugang zu Debian ermöglichen soll. Im Unterschied zu einer Erstinstallation direkt von der Debian-Seite sind bei Simplix Linux die notwendigen Einstellungen bereits vorgenommen und alle im täglichen PC-Gebrauch wichtigen Programme enthalten. Es ist sehr schnell, benötigt wenig Arbeitsspeicher, kann von externen Speichermedien (CD/DVD, USB-Stick, SD-Karte) gestartet werden und eignet sich auch für alte, leistungsschwache Hardware.

Simplix Linux gibt es in zwei Varianten:

Bitte nehmen Sie sich ein wenig Zeit und lesen Sie die nachfolgende Anleitung zu Simplix Linux. Ich habe versucht, Ihnen mit genauen Beschreibungen den Einstieg so leicht wie möglich zu machen.

Ihr
Oliver Scholl

Inhaltsverzeichnis

1. Simplix Linux
1.1. Einleitung
1.2. Abgrenzung zu anderen Distributionen
1.3. Bootzeiten und Speicherverbrauch
1.4. Programme
1.5. Alte Hardware
1.6. Releases

2. Download

3. Simplix Linux ausprobieren
3.1. Allgemeine Hinweise
3.2. Simplix Linux starten
3.3. Konsole, grafische Benutzeroberfläche und virtuelle Desktops
3.4. Administrator (Root) werden
3.5. Simplix Linux beenden
3.6. Dateimanager
3.7. Terminal/Konsole
3.8. Internetverbindung einrichten
3.8.1. DSL mit Router einrichten
3.8.2. DSL ohne Router einrichten
3.8.3. WLAN einrichten
3.9. Hintergrundbild ändern
3.10. Programmleiste ein-/ausblenden
3.11. Nummernblock (Ziffernblock) an-/ausschalten
3.12. Externe Festplatten und USB-Sticks benutzen
3.13. Audio-Wiedergabe
3.14. Audio-CD
3.15. Video-Wiedergabe
3.16. Dateien verschlüsseln
3.17. Dateien zippen/einpacken
3.18. Dateien löschen
3.19. Zusätzliche Programme installieren
3.20. Menü anpassen
3.21. Drucker einrichten

4. Simplix Linux dauerhaft nutzen
4.1. Installation auf der Festplatte
4.2. Installation auf CD/DVD, USB-Stick oder (Micro-)SD-Karte

5. Installation auf Festplatte
5.1. Installation durchführen
5.2. Installation abschließen
5.3. Tastatur einstellen
5.4. Zugriff auf interne Festplatten für normale Benutzer
5.5. Die Administrator-Tätigkeit beenden und als normaler Benutzer anmelden

6. Installation auf CD/DVD, USB-Stick oder (Micro-)SD-Karte
6.1. Interne Festplatte des PC nutzen
6.2. USB-Stick, SD-Karte nutzen

7. Simplix Linux im laufenden Betrieb
7.1. Sylpheed (Mail-Konto) einrichten
7.2. Iceweasel/Firefox einrichten
7.3. Simplix Linux aktualisieren
7.4. Integritätstest
7.5. Backup erstellen
7.6. Datum und Zeit einstellen
7.7. Zusätzliche Programme installieren
7.8. Automatisches Login eines Benutzers ein-/ausschalten
7.9. Treiber für nvidia-Grafikkarte installieren
7.10. Weitere Informationen

8. Weitere Hilfe

9. Kontakt

10. Haftungsausschluss

11. Danksagung

1. Simplix Linux

1.1. Einleitung

Simplix Linux ist eine deutschsprachige, schnelle, einfach zu bedienende Linux-Distribution, die auf Debian GNU/Linux basiert. Die Programmauswahl orientiert sich an den Anforderungen eines Heimanwenders (Internet, Email, Chat, Texte, Tabellen, Bildbearbeitung, Musik, Video, Organizer, Programmierung in BASIC). Das Betriebssystem ist in ca. 15 Sekunden komplett hochgefahren und läuft dank der ressourcenschonenden Programmauswahl auch auf alter Hardware problemlos. Simplix Linux kann von vielen Medien gestartet werden: CD/DVD, interne oder externe Festplatte, USB-Stick oder (Mikro-)SD-Karte. Dabei wird das bestehende Betriebssystem nicht angetastet.

Selbstverständlich besteht die Möglichkeit, Simplix Linux auch auf dem PC zu installieren. Dabei wird der original Debian-Installer verwendet, der z.B. eine Installation als zweites Betriebssystem neben Windows ermöglicht. Man erhält eine original Debian GNU/Linux-Installation (stable-Zweig), mit dem Vorteil, dass die Programmauswahl und notwendige Systemeinstellungen bereits vorgenommen wurden. Sie können dann die Distribution sehr leicht an Ihre Bedürfnisse weiter anpassen.

Screenshot 1 Screenshot 2 Screenshot 3

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1.2. Abgrenzung zu anderen Distributionen

Auf der einen Seite gibt es die großen namhaften Distributionen (Ubuntu, Suse, Fedora, PCLinuxOS, Knoppix etc). Diese verwenden einen der beiden großen Desktops (KDE, Gnome), installieren sehr viel Software, sind auf größtmöglichen Funktionsumfang und viel Bequemlichkeit ausgerichtet und wollen einen besonders eindrucksvollen Desktop präsentieren. Dafür verliert man als Anwender aber den direkten Bezug zum PC und weiss ggf. nicht, wie und wo bestimmte Einstellungen und Anpassungen gemachte werden müssen. Simplix Linux ist demgegenüber direkter, schlanker und schneller. Es verzichtet auf die großen Desktops KDE oder Gnome und es gibt keine überbordende Programmvielfalt, weil für jeden Einsatzzweck genau ein Programm ausgewählt wurde. Hierbei stand jeweils die Benutzerfreundlichkeit im Vordergrund. Zudem werden einige Aufgaben bei Simplix Linux mit Skripten statt grafischer Programme erledigt, weil man damit schneller und einfacher zum Ziel kommt.

Auf der anderen Seite gibt es die Mini-Distributionen (Damn Small Linux, Puppy Linux etc), die sich zum Ziel gesetzt haben, ein komplettes Betriebssystem mit minimaler Größe (rund 100 MB) zu erstellen. Diese Distributionen reduzieren teilweise die Software im Funktionsumfang, sind nur in englischer Sprache verfügbar und wählen die Programme eher nach der Dateigröße aus. Die Installation zusätzlicher Programme ist nur in begrenztem Umfang möglich. Bei Simplix Linux sind alle Programme unverändert geblieben und soweit möglich in deutscher Sprache. Simplix Linux besteht zu 100% aus Debian GNU/Linux, so dass alle Softwarepakete von Debian GNU/Linux nachinstalliert werden können.

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1.3. Bootzeiten und Speicherverbrauch

Simplix Linux ist sehr schnell betriebsbereit. Nachstehend ein Überblick über die Bootzeiten:

PC (1,8 GHz), Start von Festplatte (7.200 rpm): 15 Sekunden
Netbook (1,3 GHz), Start von Festplatte (5.400 rmp): 20 Sekunden
Pentium III (500 MHz), Start von Festplatte (7.200 rpm): 24 Sekunden
Netbook (1,3 GHz), Start von Micro-SD-Karte: 35 Sekunden

Der Speicherverbrauch bei Benutzung der grafischen Benutzeroberfläche liegt bei rund 150 MB.

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1.4. Programme

Simplix Linux setzt u.a. folgende Programme ein:

abiword Textverarbeitung
audacity Musikbearbeitung
ayttm Instant Messaging (Chat)
bcrypt Verschlüsselung
easytag ID3-Tags in mp3-Dateien setzen
epdfview PDF-Betrachter
gambas Programmiersprache ähnlich Visual Basic
geany Textverarbeitung
gcalctool Taschenrechner
geeqie Bildbetrachter
gimp Bildbearbeitung
gnumeric Tabellenkalkulation
gparted Partitionieren und Formatieren von Festplatten
gprename Umbenennen von Dateien
iceweasel Internet-Browser (Firefox)
links2 Einfacher, schneller Internet-Browser
mc Dateimanager für die Konsole
mcedit Texteditor für die Konsole
mplayer Multimedia-Player
openoffice Büroprogramme
osmo Organizer (Kalender, Adressbuch, Aufgaben)
qmmp Musikplayer
rox-filer Dateimanager
rsync Synchronisation und Backups
tkman Komfortables Lesen von man pages
sylpheed Email-Programm
wipe Sicheres Löschen von Dateien, z.B. auf USB-Sticks und externen Festplatten
xarchiver Archive (z.B. zip-Dateien) erstellen/öffnen
xfreecd CD-Player

Weitere Software kann von Debian GNU/Linux nachinstalliert werden.

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1.5. Alte Hardware

Simplix Linux läuft auch auf alter Hardware, z.B. auf einem Pentium III (500 MHz, 128 MB RAM, 1 GB Festplatte). Hierbei gilt es folgendes zu beachten:

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1.6. Releases

Datum Version Änderungen
21.03.2012 2.4. Diverse Skripte wurden verbessert. Wicd wurde als Networkmanager hinzugefügt, OpenOffice als zusätzliche Büroausstattung. Der Druckerserver CUPS und das Scannerprogramm xsane wurden entfernt. Es gibt zusätzlich eine Simplix-Minimal-Edition.
14.12.2011 2.3.1 Aktualisierung der Programme.
26.08.2011 2.3 Simplix Linux kann jetzt auch auf USB-Sticks kopiert werden. Die Hilfe wurde erweitert. Die Programmiersprache python3 wurde zusammen mit der Entwicklungsumgebung idle3 hinzugefügt. Die Datenbank sqlite wurde auf sqlite3 aktualisiert.
03.04.2011 2.2 Der Audioplayer audacious wurde durch qmmp ersetzt. Zum einfacheren Lesen der man-pages wurde tkman ergänzt. Außerdem wurde zum grafischen Partitionieren und Formatieren gparted hinzugefügt (nur als Administrator root benutzbar).
06.02.2011 2.1 Debian hat ein neues stable-Release veröffentlicht (Debian 6.0, Codename Squeeze).
Simplix Linux wurde deshalb von Debian Lenny auf Debian Squeeze umgestellt.
Es wurde der RAW-Konverter ufraw ergänzt.
Der Dateimanager xfe wurde wieder durch rox-filer ersetzt.
20.12.2010 2.0 Debian wird in Kürze ein neues stable-Release veröffentlichen (Debian 6.0, Codename Squeeze).
Simplix Linux wurde deshalb von Debian Lenny auf Debian Squeeze umgestellt.
Dabei wurden auch folgende Programme ersetzt: rox-filer durch xfe, gqview durch geeqie, tagtool durch easytag.
25.09.2010 1.7.2 Aktualisierung der Programme.
24.07.2010 1.7.1 Aktualisierung der Programme.
23.05.2010 1.7 Eine Datenbank wurde ergänzt.
Ein Organizer mit Kalender, Adressbuch, Aufgabenliste wurde hinzugefügt.
Eine Programmiersprache wurde ergänzt.
Ein Programm zum Erstellen/Öffnen von Archiven (z.B. zip-Dateien) wurde hinzugefügt.
Die Hilfe wurde überarbeitet.
21.03.2010 1.6 Ein CD-Player und ein Scanner-Programm wurden ergänzt.
30.01.2010 1.5.1 Aktualisierung der Programme.
21.12.2009 1.5 Ein Skript zum Erkennen von Änderungen an Systemdateien (z.B. durch Viren, Würmer, Trojaner) wurde ergänzt.
Flash-Cookies werden beim Abmelden des Benutzers automatisch gelöscht.
Datum und Uhrzeit können über das Internet von einem Zeitserver bezogen werden.
Ein Skript zum Installieren des Gnome-Desktops wurde hinzugefügt.
22.11.2009 1.4 Manuelle Anpassungen nach der Festplatteninstallation wurden mit Skripten automatisiert.
Skripte zum Installieren von OpenOffice oder des KDE-Desktops wurden hinzugefügt.
14.11.2009 1.3 Automatisches Einhängen von USB-Sticks und externen Festplatten (automount).
Das Programm shred wurde durch wipe ersetzt.
Instant Messaging wurde hinzugefügt.
Ein Persistent-Skript und ein Backup-Skript wurden hinzugefügt.
08.11.2009 1.2 Automatischer Start der grafischen Benutzeroberfläche.
An-/Ausschalten des Nummernblocks aus dem Menü heraus.
29.10.2009 1.1 AltGr-Taste funktioniert.
10.10.2009 1.0

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2. Download

Simplix Linux gibt es in zwei Varianten:

Hier geht's zum Download von Simplix Linux

Nach dem Download haben Sie verschiedene Möglichkeiten:

Wenn Sie bislang mit Windows arbeiten und das iso-Image auf einen USB-Stick kopieren möchten, verwenden Sie bitte das Programm Linux Live USB Creator (www.linuxliveusb.com). Folgen Sie den dortigen Anweisungen, es ist sehr einfach.

Unter Linux kopieren Sie das iso-Image mit dem Befehl

dd if=simplix.iso of=/dev/sdx

auf einen USB-Stick oder eine SD-Karte (/dev/sdx müssen Sie durch den tatsächlichen Gerätenamen ersetzen z.B. /dev/sdb). Dabei werden alle Daten auf dem USB-Stick bzw. der SD-Karte gelöscht.

Damit Sie vom USB-Stick bzw. der SD-Karte booten können, müssen Sie im BIOS Ihres PC die Boot-Reihenfolge entsprechend einstellen.

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3. Simplix Linux ausprobieren

In diesem Kapitel lernen Sie Simplix Linux kennen. Da Sie Simplix Linux ohne Installation von CD/DVD, USB-Stick oder SD-Karte starten können, können Sie alles ausprobieren und testen. Ihr bestehendes Betriebssystem wird nicht angetastet.

3.1. Allgemeine Hinweise

Bei Linux muss man je nach Programm mal mit Maus-Doppelklick arbeiten, mal mit Maus-Einfachklick. Die Datei- oder Ordnernamen sollten keine Leerzeichen oder Sonderzeichen außer dem Unterstrich _ oder dem Minuszeichen - enthalten. Auch auf die Umlaute ä ö ü sowie ß sollten Sie verzichten. Jeder Benutzer hat ein eigenes Verzeichnis (/home/user) zum Speichern seiner Dateien und seiner Konfiguration. Systemdateien sowie systemweit gültige Einstellungen kann nur der Administrator ändern. Auf Festplatten, CD/DVD-Laufwerk, USB-Sticks kann man erst zugreifen, wenn diese Geräte eingebunden wurden.

Bei Simplix Linux wird unterstellt, dass Sie genau eine interne Festplatte im PC haben (egal mit wie viele Partitionen). Sollten Sie mehrere interne Festplatten im PC haben, müssen Sie die Skripte ggf. anpassen.

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3.2. Simplix Linux starten

Legen Sie die CD/DVD ein bzw. schließen Sie den USB-Stick oder die SD-Karte an und starten Sie den PC. Stellen Sie im Bios-Setup Ihres PCs die Boot-Reihenfolge so ein, dass der PC zuerst von CD/DVD bzw. USB-Stick oder SD-Karte bootet. Nach kurzer Zeit erscheint der Debian-Startbildschirm. Sie brauchen nur Return drücken, um zu starten. Falls Sie eine Boot-Option ergänzen wollen, drücken Sie die Tabulator-Taste und ergänzen die gewünschten Boot-Optionen. Interessant sind z.B.

toram Dadurch wird das gesamte Simplix Linux in den Arbeitsspeicher (RAM) geladen, so dass Sie nach dem Startvorgang die CD/DVD aus dem CD/DVD-Laufwerk herausnehmen können bzw. den USB-Stick abziehen können.
persistent Beim Persistent-Betrieb werden Änderungen gegenüber der CD/DVD, dem USB-Stick oder der SD-Karte (z.B. persönliche Einstellungen, zusätzlich installierte Software) auf ein zweites Speichermedium (interne oder externe Festplatte, USB-Stick, SD-Karte) gespeichert und beim Neustart des PCs wieder geladen. Später mehr dazu.

Wenn Sie Ihren Monitor über einen digitalen Anschluss (DVI, HDMI) mit dem PC verbunden haben und keine grafische Benutzeroberfläche erscheint, wurde der digitale Ausgang der Grafikkarte nicht erkannt. In diesem Fall schließen Sie bitte den Monitor zunächst über den (analogen) VGA-Ausgang an den PC an. Sie können dann später, nach der Installation, einen spezifischen Treiber für die Grafikkarte installieren.

Nachdem Simplix Linux gestartet ist, befinden Sie sich in der grafischen Benutzeroberfläche. Sie sind jetzt der Benutzer user. Die Programmleiste ist standardmäßig ausgeblendet und befindet sich am unteren Bildschirmrand. Wenn Sie mit der Maus ganz nach unten fahren, wird die Programmleiste eingeblendet.

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3.3. Konsole, grafische Benutzeroberfläche und virtuelle Desktops

Befehle: Alt+F1 bis Alt+F4
startx
Strg+Alt+F1 bis Strg+Alt+F4

Es gibt vier Konsolen und eine grafische Benutzeroberfläche mit vier virtuellen Desktops. Zum besseren Verständnis sollten Sie jetzt erst einmal die grafische Benutzeroberfläche beenden. Wählen Sie dazu im Menü den Eintrag JWM beenden. Sie befinden sich dann auf der (ersten) Konsole. Mit den Tastenkombinationen Alt+F1, Alt+F2, Alt+F3 und Alt+F4 können Sie zwischen den vier Konsolen wechseln. In jeder Konsole kann ein anderer Benutzer angemeldet sein/werden.

Mit dem Befehl startx starten Sie die grafische Benutzeroberfläche. Beachten Sie, dass immer nur ein Benutzer die grafische Benutzeroberfläche starten kann (also nicht mehrere Benutzer gleichzeitig). Aus der grafischen Benutzeroberfläche gelangen Sie mit der Tastenkombination Strg+Alt+F1 bis Strg+Alt+F4 zurück zu einer Konsole. Von der Konsole aus gelangen Sie mit Strg+Alt+F7 (oder Strg+Alt+F8) wieder zurück zur grafischen Oberfläche. Probieren Sie es aus!

Die grafische Benutzeroberfläche hat vier virtuelle Desktops. Rechts neben dem Menü gibt es vier graue Kästchen. Jedes Kästchen repräsentiert einen virtuellen Desktop. Durch Anklicken der Kästchen wechseln Sie zwischen den virtuellen Desktops. Zum Ausprobieren starten Sie ein Programm im ersten virtuellen Desktop, schalten dann auf den zweiten Desktop und starten dann ein anderes Programm. Wechseln Sie jetzt zwischen den virtuellen Desktops hin und her.

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3.4. Administrator (Root) werden

Befehle: sudo -i
exit

Bei Simplix Linux gibt es zwei Benutzer.

user: Dies ist der normale Benutzer.
root: Dies ist der Administrator.

Viele Tätigkeiten am System können Sie nur als Administrator ausführen. Mit dem Befehl sudo -i werden Sie zum Administrator root. Sie beenden den Administrator root durch den Befehl exit. Jetzt sind Sie wieder der Benutzer user.

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3.5. Simplix Linux beenden oder neu starten

Befehle: poweroff
reboot

Als normaler User beenden Sie Simplix Linux über den Menü-Eintrag Computer ausschalten. Für einen Neustart wählen Sie im Menü Computer neu starten. Als Administrator geben Sie in der Konsole den Befehl poweroff (=ausschalten) bzw. reboot (=Neustart) ein.

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3.6. Dateimanager

Als Dateimanager wird rox-filer verwendet. Auf den ersten Blick unterscheidet sich der Dateimanager deutlich von anderen Dateimanagern. Aber er ist schnell, platzsparend in der Darstellung und über das kontextabhängige Menü (rechter Mausklick) einfach und effizient zu bedienen. Wichtig zu wissen: das Auge-Symbol blendet die versteckten Dateien und Ordner ein.

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3.7. Terminal/Konsole

Befehle: Cursor hoch-Taste
Tabulator-Taste
Mittlere Maustaste

Die Begriffe Terminal und Konsole werden weitgehend synonym verwendet. Die Konsole kennen Sie bereits aus Kapitel 3.3. Aus der grafischen Benutzeroberfläche heraus starten Sie ein Terminal über den Menü-Eintrag Terminal. Wenn Sie sich eingehender mit Linux beschäftigen wollen, werden Sie das Terminal (bzw. die Konsole) brauchen. Sie werden feststellen, dass Sie viele Aufgaben mit den richtigen Befehlen im Terminal (Konsole) schneller und einfacher erledigen können als mit grafischen Programmen.

Beim Arbeiten mit dem Terminal (Konsole) sind folgenden Tasten sehr hilfreich:

Cursor hoch: Zeigt den zuletzt eingegebenen Befehl
Tabulator: Autovervollständigung

Auch Text markieren, kopieren und einfügen funktioniert im Terminal (Konsole) bzw. zwischen Terminal (Konsole) und grafische Benutzeroberfläche. Markieren Sie mit der linken Maustaste den Text, wechseln dann an die einzufügende Stelle und klicken auf die mittlere Maustaste bzw. das Scroll-Rad.

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3.8. Internetverbindung einrichten

3.8.1. DSL mit Router einrichten

Wenn Sie den PC mit einem DSL-Kabel direkt an einen Router anschließen, brauchen Sie keine weiteren Anpassungen vornehmen. Beim Booten wird der Router erkannt und automatisch eine Internetverbindung hergestellt.

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3.8.2. DSL ohne Router einrichten

Befehle: pppoeconf
pon dsl-provider
poff -a
Datei: /etc/network/interfaces

Melden Sie sich als Administrator root an und geben Sie den Befehl pppoeconf ein. Drücken Sie solange Return bis Sie den Benuterznamen eingeben können. Danach geben Sie das Passwort ein. Alle weiteren Dialoge bestätigen Sie immer mit Return. Wenn das Programm pppoeconf beendet ist, besteht eine Internetverbindung.

Sie können als Administrator root mit den Befehlen pon dsl-provider und poff -a die Internetverbindung starten und stoppen. Als normaler Benutzer verwenden Sie die Befehle sudo pon dsl-provider und sudo poff -a.

Damit beim Booten die Schnittstelle eth0 automatisch erkannt und eine Internetverbindung hergestellt wird, müssen Sie die Datei /etc/network/interfaces anpassen. Geben Sie als Administrator root den Befehl mcedit /etc/network/interfaces ein. Ändern Sie dann die Datei wie folgt ab:

# The loopback network interface
auto lo
iface lo inet loopback

iface dsl-provider inet ppp
pre-up /sbin/ifconfig eth0 up
provider dsl-provider

auto eth0
#iface eth0 inet manual

iface eth0 inet static
address 192.168.1.100
netmask 255.255.255.0
network 192.168.1.0
broadcast 192.168.1.255
gateway 192.168.1.1

Speichern Sie die Datei mit der F10-Taste.

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3.8.3. WLAN einrichten

Programmleiste: Netzwerk-Symbol

Eine WLAN-Verbindung einzurichten ist unter Linux leider noch immer etwas hakelig. Simplix Linux verwendet zur Netzwerkverwaltung das Programm wicd. Wenn Sie in der grafischen Benutzeroberfläche sind, finden das Netzwerk-Symbol in der Programmleiste. Klicken Sie auf das Symbol, wählen Sie im Programmmenü Preferences | General Settings. Tragen Sie bei Wireless interface den Namen der Schnittstelle ein (üblicherweise wlan0). Verlassen Sie den Dialog über den OK-Button und klicken Sie auf Refresh. Anschließend klicken Sie bei dem gewünschten WLAN-Netzwerk auf den Button Eigenschaften und geben im Feld key das Passwort für das Netzwerk ein.

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3.9. Hintergrundbild ändern

Datei: /home/user/.hintergrundbild.jpg

Das Hintergrundbild ist im Verzeichnis /home/user mit dem Dateiname .hintergrundbild.jpg gespeichert. Zum Austauschen des Hintergrundbilds löschen Sie diese Datei, kopieren eine andere Bilddatei in das Verzeichnis und benennen sie um in .hintergrundbild.jpg. Anschließend klicken Sie im Menü auf JWM neu starten.

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3.10. Programmleiste ein-/ausblenden

Datei: /home/user/.jwmrc

Um die Programmleiste dauerhaft am unteren Bildschirmrand anzuzeigen, müssen Sie im Verzeichnis /home/user die Datei .jwmrc editieren. Starten Sie über das Menü Büro | Editor den Texteditor und öffnen Sie die Datei .jwmrc (damit Sie die Datei angezeigt bekommen, müssen Sie im Datei-Öffnen-Dialog bei Weitere Optionen ein Häckchen bei Versteckte Dateien anzeigen setzen). Suchen Sie nach dem Worte autohide und setzen Sie den Wert auf "true" oder "false" (beides in Anführungszeichen). Speichern Sie die Datei. Anschließend klicken Sie im Menü auf JWM neu starten.

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3.11. Nummernblock (Ziffernblock) an-/ausschalten

Menü: System | Nummernblock an-/ausschalten

Einige Laptops haben einen separaten Nummernblock. Über das Menü System | Nummernblock an-/ausschalten können Sie den Nummernblock an- bzw. ausschalten.

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3.12. Externe Festplatten und USB-Sticks benutzen

Menü: Dateien/Ordner/Festplatten | USB-Sticks anzeigen

Schließen Sie den USB-Stick bzw. die externe Festplatte an den PC an und warten Sie, bis das Gerät erkannt wurde (in der Regel blinkt das Lämpchen am USB-Stick für ca. 5 Sekunden bis das Gerät erkannt wurde). Der USB-Stick bzw. die externe Festplatte wird automatisch in den Ordner /media/usb0 (bei mehreren Geräten /media/usb1 usw.) eingehängt. Klicken Sie im Menü auf Dateien/Ordner/Festplatten | USB-Sticks anzeigen. Dadurch wird der Dateimanager geöffnet und Sie brauchen nur noch auf den entsprechenden USB-Ordner klicken (ist mit einem grünen Punkt markiert).

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3.13. Audio-Wiedergabe

Bevor Sie Audio-Dateien anhören können, müssen Sie ggf. das Audio-Modul konfigurieren. Klicken Sie im Menü auf Musik/Film | Musik von der Festplatte abspielen. Wenn der Audioplayer gestartet ist, drücken Sie die Tastenkombination Strg+P (oder klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Player und wählen im Kontextmenü Einstellungen). Klicken Sie auf Audio. Dann stellen Sie unter Ausgabe das Modul ein (z.B. ALSA-Modul), klicken dann auf Konfiguration und stellen ein Audio-Gerät ein. Gegebenenfalls müssen Sie auch die Mixerkarte einstellen. Dann schließen Sie den Dialog.

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3.14. Audio-CD

Befehl: toram

Wenn Sie nur ein CD/DVD-Laufwerk haben, Simplix Linux von CD/DVD starten und dennoch eine Audio-CD abspielen möchten, müssen Sie die Boot-Option toram hinzufügen. Dadurch können Sie nach dem Boot-Vorgang die CD/DVD aus dem CD/DVD-Laufwerk herausnehmen und eine Audio-CD einlegen. Klicken Sie im Menü auf Musik/Film | Musik von einer Audio-CD abspielen.

Simplix Linux kann nicht auf allen Computern Audio-CDs direkt abspielen. Wenn es bei Ihnen nicht geht, kopieren Sie die Audio-CD zuerst auf den PC (sofern dies der Kopierschutz nicht verhindert). Klicken Sie dazu im Menü auf Musik/Film | Musik von einer Audio-CD auf den Computer kopieren.

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3.15. Video-Wiedergabe

Bevor Sie Videos wiedergeben können, müssen Sie den richtigen Videotreiber einstellen. Klicken Sie im Menü auf Musik/Film | Film abspielen. Wenn das Programm gestartet ist, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den blauen Hintergrund und wählen im Kontextmenü den Eintrag Preferences. Wechseln Sie auf die Karteikarte Video und wählen Sie einen Videotreiber aus (z.B. xv X11/Xv). Ggf. müssen Sie verschiedene Treiber ausprobieren.

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3.16. Dateien verschlüsseln

Befehl: bcrypt

Zum Verschlüsseln verwendet Simplix Linux das Programm bcrypt. Das Programm gibt es auch für andere Betriebssysteme, so dass der Austausch verschlüsselter Dateien auch mit anderen Betriebssystemen möglich ist. Bcrypt verwendet den Blowfish-Verschlüsselungs-Algorhythmus, der bislang nicht entschlüsselt werden konnte.

Starten Sie ein Terminal und geben Sie den Befehl bcrypt MeineDatei ein. Sie werden dann nach dem Passwort (mind. 8 Zeichen lang) gefragt. Die verschlüsselte Datei bekommt die Dateiendung .bfe angefügt.

Zum Entschlüsseln gehen Sie genauso vor. Terminal öffnen und bcrypt MeineVerschlüsselteDatei.bfe eingeben. Danach werden Sie nach dem Passwort gefragt. Die Datei wird dann entschlüsselt.

Bcrypt verschlüsselt immer nur eine Datei. Wenn Sie mehrere Dateien oder Verzeichnisse verschlüsseln wollen, müssen Sie diese erst zippen (einpacken). Und denken Sie daran: wenn Sie das Passwort vergessen, ist der Inhalt der Datei verloren!

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3.17. Dateien zippen/einpacken

Befehle: zip
unzip
Menü: Dateien/Laufwerke | Dateien zippen/einpacken
Dateien/Laufwerke | Dateien entzippen/auspacken
Archive erstellen/öffnen

Um schnell eine Datei zu zippen/packen, öffnen Sie ein Terminal und geben folgenden Befehl ein: zip Datei.zip MeineDatei. Dabei ist Datei.zip der Name der gezippten Datei, und MeineDatei die zu packende Datei.

Wenn Sie eine gezippte Datei auspacken möchten, geben Sie den Befehl unzip Datei.zip ein.

Wenn Sie mehrere Dateien packen möchten, wählen Sie im Menü Dateien/Laufwerke | Dateien zippen/einpacken. Alternativ können Sie im Menü auch Archive erstellen/öffnen auswählen.

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3.18. Dateien löschen

Befehl: wipe

Wenn Sie unter Linux eine Datei löschen, kann diese (im Unterschied zu Windows) so gut wie nicht mehr wiederhergestellt werden. Dennoch gibt es noch eine Steigerung. Das Programm wipe löscht Dateien, in dem es den Speicherplatz 34-mal mit Zufallscode überschreibt. Voraussetzung ist jedoch, dass es sich um journallose Dateisysteme wie z.B. ext2 oder fat handelt. Fat ist das übliche Dateisystem bei USB-Sticks und externen Festplatten. Zum Löschen einer Datei oder Ordners mit wipe starten Sie ein Terminal und geben den Befehl wipe Dateiname oder wipe Ordnername ein.

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3.19. Zusätzliche Programme installieren

Befehle: apt-get update
apt-get install
apt-cache search
dpkg -l

Simplix Linux ist zu 100% Debian GNU/Linux. Somit können Sie alle Debian-Programme installieren.

Melden Sie sich als Administrator root an. Geben Sie zuerst den Befehl apt-get update ein (eine bestehende Internetverbindung wird vorausgesetzt). Damit aktualisieren Sie die Liste aller verfügbaren Programme. Danach installieren Sie das gewünschte Programm mit dem Befehl apt-get install Programmname. Beachten Sie, dass bei Simplix Linux neu installierte Programme nicht automatisch im Menü erscheinen. Wie Sie das Menü editieren lesen Sie in Kapital 3.20.

Wenn Sie den genauen Programmnamen nicht kennen, können Sie mit dem Befehl apt-cache search TeilDesProgrammnamens nach dem Programm suchen.

Wenn Sie wissen möchten, welche Programmvesion installiert ist, geben Sie den Befehl dpkg -l Programmname ein (das -l ist der kleine Buchstabe L).

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3.20. Menü anpassen

Datei: /hoem/user/.jwmrc

Um das Menü an Ihre Wünschen anzupassen oder neu installierte Programme hinzuzufügen, müssen Sie im Verzeichnis /home/user die Datei .jwmrc editieren. Starten Sie über das Menü Büro | Editor den Texteditor und öffnen Sie die Datei .jwmrc (damit Sie die Datei angezeigt bekommen, müssen Sie im Datei-Öffnen-Dialog bei Weitere Optionen ein Häckchen bei Versteckte Dateien anzeigen setzen). Wenn Sie das Menü geändert haben, speichern Sie die Datei. Anschließend klicken Sie im Menü auf JWM neu starten.

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3.21. Drucker einrichten

Linux verwendet zum Drucken üblicherweise das Programm Cups. Das Programm kennt aber nur eine begrenzte Anzahl an Druckergeräten und bietet nur einen eingeschränkten Funktionsumfang (es fehlen z.B. Einstellung der Druckqualität, Anzeige der Füllstände der Farbpatronen, Anzeige der Fehlermeldung des Druckers). Aus diesen Gründen ist Cups nicht bei Simplix Linux enthalten.

Wenn Sie eine umfassende Druckerlösung möchten, sollten Sie den Kauf des kommerziellen Programms Turboprint erwägen. Es ist als Demoversion auf der LiveCD enthalten. Geben Sie folgende Befehle ein:

sudo -i Damit werden Sie zum Administrator root
ls -l Damit werden alle Dateien aufgelistet. Für den nächsten Befehl brauchen Sie die Vesionsnummer von turboprint.
dpkg -i turboprint_2.22-2_i386.deb Damit installieren Sie Turboprint. Zur einfacheren Befehlseingabe tippen Sie nur dpkg -i turbo und drücken dann auf die Tabulator-Taste.
exit Damit werden Sie wieder zum Benutzer user
startx Damit starten Sie die grafische Benutzeroberfläche
Menü | Terminal Damit starten Sie ein Terminal
turboprint Geben Sie turboprint im Terminal ein. Dadurch startet das Programm. Folgen Sie den weiteren Dialogen zum Einrichten des Druckers. Wenn Sie nach einem Passwort gefragt werden, lassen Sie das Feld (bei der LiveCD) leer.
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4. Simplix Linux dauerhaft nutzen

Wenn Ihnen Simplix Linux gefällt und Sie es dauerhaft nutzen möchten, haben Sie folgende Möglichkeiten:

4.1. Installation auf der Festplatte

Die Festplatten-Installation ist die klassische Installation eines Betriebssystems. Diese ist auch zusätzlich zu Windows möglich. Sie werden dann beim Booten des PC gefragt, welches Betriebssystem gestartet werden soll. Die Vorteile sind kurze Boot-Zeiten und die Benutzung der internen Festplatte.

Diese Variante eignet sich besonders,

Die Festplatten-Installation hat aber auch Nachteile:

Wenn Sie Simplix Linux auf die Festplatte installieren möchten, lesen Sie weiter im Kapitel 5.

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4.2. Installation auf CD/DVD, USB-Stick oder (Micro-)SD-Karte

Bei der Installation auf CD/DVD, USB-Stick oder (Micro-)SD-Karte entkoppeln Sie das Betriebssystem von der Hardware Ihres PC (leider kann dies Windows noch nicht). Das gesamte System wird in drei Teile aufgeteilt:

Auf den ersten Blick sieht diese Stückelung ungewöhnlich und kompliziert aus, aber bei genauerer Betrachtung bietet die Dreiteilung viele Vorteile:

Aber auch die Installation auf externen Speichermedien hat Nachteile:

Und noch ein Hinweis: wenn Sie oft das Betriebssystem von CD/DVD starten, haben Sie einen hohen Verschleiß Ihres CD-DVD-Brenners. Sie sollten deshalb besser die verschleißfreien Medien USB-Stick oder SD-Karte verwenden.

Wenn Sie Simplix Linux auf CD/DVD, USB-Stick oder SD-karte installieren möchten, lesen Sie weiter im Kapitel 6.

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5. Installation auf Festplatte

5.1. Installation durchführen

Nachfolgend die Anleitung für eine Festplatten-Installation. Die Installation dauert auf einem Netbook ca. 9 Minuten, auf einem alten PC (Pentium III, 500 MHz) ca. 15 Minuten. Eine ausführliche Debian-Installationsanleitung finden Sie unter http://www.debian.org/releases/stable/i386.

Starten Sie Simplix Linux von CD/DVD oder USB-Stick. Beim Startbildschirm gehen Sie mit den Cursor-Tasten nach unten auf den Eintrag Start Text Install und drücken dann Return. Nun startet der original Debian-Installer und führt Sie durch die Installation. Mit den Cursor-Tasten, der Tabulatortaste und der Return/Enter-Taste steuern Sie durch die Installationsseiten. Nachfolgend finden Sie die jeweiligen Einstellungen während der Installation.

Language German - Deutsch
Land Deutschland
Wenn Sie kein DHCP nutzen, dann wählen Sie Netzwerk unkonfiguriert belassen
Rechnername debian
Festplatten partitionieren Geführt - verwende vollständige Festplatte
oder
Manuell
Bootloader in den Master Boot Record installieren ja

Sie haben nun ein original Debian GNU/Linux installiert. Sie sollten jetzt weitere Einstellungen (wie in den folgenden Kapiteln beschrieben) vornehmen. Melden Sie sich hierzu als Administrator root an. Beachten Sie, dass zum jetzigen Zeitpunkt eventuell noch ein amerikanischen Tastaturlayout aktiv ist. Falls Sie ein Passwort mit den Buchstaben "y" oder "z" gewählt haben, denken Sie daran, dass diese beiden Tasten beim amerikanischen Tastaturlayout vertauscht sind.

Hinweis: Falls Sie sich während der Installation für die manuelle Partitionierung entscheiden, möchte ich Ihnen folgende Empfehlung geben:

Einhängepunkt Größe Bedeutung Dateisystem
/ ca. 10-20 GB Root-Verzeichnis. Simplix Linux belegt knapp 2 GB. ext2 / ext3
/home je nach Festplattengröße Verzeichnis für alle Benutzerdaten. ext2 / ext3
/swap ca. 1-4 GB Verzeichnis für Auslagerungsdateien. Sollte genauso groß sein, wie der PC RAM hat. swap
nicht verwenden ca. 20 GB Diese Partition wird zunächst nicht benutzt und für eine zukünftige Verwendung aufgehoben. Wenn Debian ein neues stable Release veröffentlicht, können Sie das neue Release in die freie Partition installieren, dann das neue Release testen und konfigurieren. Während des Releasewechsels haben Sie dann weiterhin ihr altes, lauffähiges System zur Verfügung. nicht formatieren
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5.2. Installation abschließen

Befehl: ./installation_abschliessen.sh

Melden Sie sich als Administrator root an. Legen Sie jetzt ggf. weitere Benutzer mit dem Befehl adduser an. Anschließend geben Sie den Befehl ./installation_abschliessen.sh ein.

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5.3. Tastatur einstellen

Befehl: dpkg-reconfigure xserver-xorg

Überprüfen Sie, ob an folgenden Stellen die deutschen Umlaute und das @-Zeichen funktionieren:

Sollten die deutschen Sonderzeichen nicht überall funktionieren, dann führen Sie als Administrator root folgenden Befehl aus:

dpkg-reconfigure xserver-xorg Damit starten Sie die Konfiguration des x-servers. Setzen Sie die folgenden Einstellungen:
Tastaturmodell Generische PC-Tastatur mit 105 Tasten (Intl)
Tastaturbelegung Andere
Herkunftsland für die Tastatur Deutschland
Tastaturbelegung Deutschland
Taste, die als AltGr fungieren soll Alt rechts (AltGr)
Compose-Taste keine Compose-Taste
Strg+Alt+Zurück ja
reboot Der PC muss neu gestartet werden, damit die Änderungen wirksam werden.
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5.4. Zugriff auf interne Festplatten für normale Benutzer

Datei: /etc/fstab

Soll der normale Benutzer Zugriff auf interne Festplatten erhalten, müssen Sie entsprechende Einträge in der Datei /etc/fstab machen. Weitere Informationen dazu finden Sie im Internet. USB-Sticks und externe Festplatten werden automatisch eingebunden.

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5.5. Die Administrator-Tätigkeit beenden und als normaler Benutzer anmelden

Befehl: exit

Nachdem Sie alle Einstellungen vorgenommen haben, melden Sie sich mit dem Befehl exit ab. Anschließend können Sie sich als normaler Benutzer anmelden. Dabei wird automatisch die grafische Benutzeroberfläche gestartet.

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6. Installation auf CD/DVD, USB-Stick oder (Micro-)SD-Karte

Die Installation auf einem externen Speichermedium wie CD/DVD, USB-Stick oder SD-Karte ist bereits dadurch erfolgt, dass Sie die iso-Datei von Simplix Linux auf das Medium kopiert haben. Somit muss jetzt nur noch ein Speichermedium eingerichtet werden, das Ihre Veränderungen (Konfiguration, zusätzliche Software, Bookmarks usw.) speichert. Zum Speichern aller anderen Daten (Texte, Fotos, Videos usw.) empfehle ich Ihnen eine externe Festplatte. Diese ist nicht nur transportabel, sondern kann auch unter Windows benutzt werden.

Zum Speichern der Veränderungen gibt es verschiedene Möglichkeiten:

6.1. Interne Festplatte des PC nutzen

Programm: gparted

Bevor Sie auf der internen Festplatte eine neue Partition erstellen, sollten Sie ein Backup der Festplatte erstellen. Danach müssen Sie die bestehende Windows-Partition verkleinern. Anleitungen finden Sie z. B. hier und hier.

Dann starten Sie Simplix Linux von CD/DVD, USB-Stick oder SD-Karte. Wenn der Debian-Startbildschirm erscheint, drücken Sie die Tabulator-Taste. Sie sehen nun die Boot-Optionen. Löschen Sie in der Zeile von rechts an alle Optionen bis einschließlich dem Wort persistent. Dann drücken Sie die Return-Taste. Wenn Simplix Linux gestartet ist, gehen Sie wie folgt vor:

Menü | JWM beenden Damit beenden Sie die grafische Benutzeroberfläche.
sudo -i Damit werden Sie Administrator.
startx Damit starten Sie die grafische Benutzeroberfläche.
Menü | Terminal Damit starten Sie ein Terminalfenster.
gparted Bewegen Sie den Mauszeiger auf das Terminalfenster (damit erhält das Fenster den Fokus) und geben Sie gparted ein. Nun startet das Programm. In der unteren Hälfte sehen Sie alle Partitionen aufgeführt, beginnend mit /dev/sda1. Das ist Ihre Windows-Partition. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Zeile nicht zugeteilt und klicken Sie im Kontextmenü auf neu. In dem nun erscheinenden Dialog machen Sie folgende Einstellungen:
Neue Größe (MiB): 1024 Wählen Sie so viel MiB, wie der PC Arbeitsspeicher hat (1024, 2048, 4096).
Dateisystem: linux-swap Damit erstellen Sie eine Swap-Partition. Klicken Sie auf den Button Hinzufügen und anschließend im Menü auf den Eintrag Bearbeiten | Alle Operationen ausführen.
Klicken Sie mit der rechten Maustaste wieder auf die Zeile nicht zugeteilt und klicken Sie im Kontextmenü auf neu. In dem nun erscheinenden Dialog machen Sie folgende Einstellungen:
Neue Größe (MiB): 10240 Hiermit wählen Sie, wie groß die Partition sein soll, die Ihre individuellen Einstellungen speichert. Die Mindestgröße sollte 1024 MiB (=1 GB) sein, 10240 MiB (= 10 GB) sind besser.
Dateisystem: ext2 Damit erstellen Sie eine ext2-Partition. Sie können auch ext3 wählen.
Bezeichnung: live-rw Simplix Linux sucht beim Starten automatisch nach einer Partition, die mit live-rw bezeichnet ist. Von dieser Partition werden dann die individuellen Einstellungen geladen. Klicken Sie auf den Button Hinzufügen. Klicken Sie im Menü auf den Eintrag Bearbeiten | Alle Operationen ausführen.
Beenden Sie gparted und starten Sie den PC neu.

Das System startet jetzt und bindet automatisch die Partition auf der internen Festplatte ein. Auf dieser Partition werden dann alle Änderungen gespeichert, die Sie im laufenden Betrieb vornehmen.

Wenn Sie Simplix Linux im ursprünglichen Zustand starten wollen, d. h. ohne die individuellen Einstellungen, dann drücken Sie beim Debian-Startbildschirm die Tabulator-Taste. Sie sehen nun die Boot-Optionen. Löschen Sie in der Zeile von rechts an alle Optionen bis einschließlich dem Wort persistent. Dann drücken Sie die Return-Taste.

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6.2. USB-Stick, SD-Karte nutzen

Befehl: mkfs.ext2

Starten Sie Simplix Linux von CD/DVD, USB-Stick oder SD-Karte. Wenn der Debian-Startbildschirm erscheint, drücken Sie die Tabulator-Taste. Sie sehen nun die Boot-Optionen. Löschen Sie in der Zeile von rechts an alle Optionen bis einschließlich dem Wort persistent. Dann drücken Sie die Return-Taste. Wenn Simplix Linux gestartet ist, gehen Sie wie folgt vor:

Menü | JWM beenden Damit beenden Sie die grafische Benutzeroberfläche.
sudo -i Damit werden Sie Administrator.
Schließen Sie den USB-Stick. Warten Sie ca. 5 Sekunden, bis das Gerät erkannt wurde. Wenn Sie nur eine interne Festplatte haben, wird das Gerät üblicherweise als /dev/sdc erkannt. Drücken Sie einmal Return, um eine neue Eingabezeile zu erhalten.
umount /dev/sdc1 Da Simplix Linux Geräte mit USB-Anschluss automatisch einbindet, muss das Gerät zuerst ausgehängt werden.
mkfs.ext2 -L live-rw /dev/sdc1 Geben Sie den gesamten Befehl in einer Zeile ein. Der Befehl erstellt ein ext2-Filesystem in der ersten Partition auf dem Gerät /dev/sdc und vergibt das Label "live-rw". Achtung: bevor Sie den Befehl ausführen, vergewissern Sie sich, dass /dev/sdc tatsächlich die/der externe Festplatte, USB-Stick oder SD-Karte ist!
reboot Startet den PC neu.

Das System startet jetzt und bindet automatisch den USB-Stick ein. Auf dem Gerät werden dann alle Änderungen gespeichert, die Sie im laufenden Betrieb vornehmen.

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7. Simplix Linux im laufenden Betrieb

7.1. Sylpheed (Mail-Konto) einrichten

Wenn Sie das Mailprogramm das erste Mal starten, werden Sie aufgefordert, ein Mail-Konto einzurichten. Allerdings fragt das Programm nicht nach dem Passwort Ihres Mail-Kontos. Deshalb klicken Sie nach dem Anlegen des Mail-Kontos auf Einstellungen | Einstellungen für den aktuellen Account und geben in dem Feld Kennwort das Kennwort ein.

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7.2. Iceweasel/Firefox einrichten

Betreiber von Internetseiten sind oft an persönlichen Informationen über ihre Besucher interessiert. Um an solche Daten zu gelangen, werden auch gerne Daten aus dem (bzw. über den) Browser abgerufen. Welche Daten Ihr Browser weitergibt, können Sie auf dieser Seite testen: Panopticlick. Zusätzlich ist aus der IP-Adresse der ungefähre Standort ermittelbar, so dass die Kombination aus Browser-Information und Standort zu einer sehr geringen Menge an gleichartigen PCs führt, Ihr PC also nahezu einzigartig und damit wiedererkennbar ist. Leider impliziert dies auch, dass Sie mit der Wahl von Linux als Betriebssystem zwar deutlich mehr Sicherheit vor Schadsoftware haben, aber auf Grund der geringen Verbreitung von Linux erst recht einzigartig werden.

Um ein Mindestmaß an Anonymität sicherzustellen, sollten Sie bei Iceweasel/Firefox folgende Einstellungen vornehmen.

Klicken Sie auf Bearbeiten | Einstellungen und dann auf Datenschutz:

Iceweasel wird eine Chronik: nach benutzerdefinierten Einstellungen anlegen
Iceweasel automatisch im privaten Modus starten kein Haken
Besuchte Seiten mindestens 90 Tage speichern kein Haken
Download-Chronik speichern kein Haken
Eingegebene Suchbegriffe und Formulardaten speichern kein Haken
Cookies akzeptieren Haken
Cookies von Drittanbietern akzeptieren Haken
Behalten, bis Iceweasel geschlossen wird
Die Chronik löschen, wenn Iceweasel geschlossen wird Haken

Klicken Sie dann auf Sicherheit:

Passwörter speichern kein Haken

Desweiteren empfehle ich Ihnen keine Add-on zu installieren, da diese meiner Meinung nach nicht ausreichend überprüft werden.

Zur weiteren Steigerung des Datenschutzes sollten Sie Google als Standardsuchmaschine aus dem Browser entfernen und stattdessen Startpage verwenden (Interessierte finden hier die Datenschutzerklärung und Nutzungsbedingungen von Google). Die Suchmaschine Startpage leitet Ihre Suche an Google weiter, ersetzt aber Ihre IP-Adresse und speicher auch nicht Ihre IP-Adresse. Starten Sie Iceweasel/Firefox und geben Sie im Adressfeld "about:config" ein. Ignorieren Sie die Warnmeldung. Geben Sie im Filter-Feld "keyword.URL" ein. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Eintrag keword:url" und wählen Sie "Bearbeiten". Tragen Sie folgende Suchmaschine ein: http://startpage.com/do/metasearch.pl?cat=web&query=.

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7.3. Simplix Linux aktualisieren

Befehl: ./update.sh

Da Simplix Linux zu 100% aus Debian GNU/Linux besteht, können Sie mit einem einzigen Befehl das gesamte System (d.h. Betriebssystem und alle Programme) auf den neuesten Stand bringen. Melden Sie sich als Administrator root an und geben Sie den Befehl ./update.sh ein (eine bestehende Internetverbindung wird vorausgesetzt).

Hinweis: Das Skript überprüft vor dem Update die Systemdateien auf Veränderungen (z.B. durch Malware) und erstellt automatisch nach dem Update einen neuen Fingerabdruck der Systemdateien (siehe Abschnitt Integritätstest).

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7.4. Integritätstest

Befehl: ./ids.sh

Simplix Linux erstellt für alle Systemdateien einen eindeutigen Fingerabdruck. Dadurch können Sie jederzeit überprüfen, ob eine Systemdatei z.B. durch Malware (Virus etc.) verändert oder gelöscht wurde. Melden Sie sich als Administrator root an und geben Sie den Befehl ./ids.sh ein.

Das Skript erstellt einen aktuellen Fingerabdruck der Systemdateien und vergleicht diesen mit dem gespeicherten Fingerabdruck. Dabei werden alle Systemdateien angezeigt, die gelöscht, geändert oder hinzugefügt wurden. Wenn es noch keinen gespeicherten Fingerabdruck der Systemdateien gibt (z.B. direkt nach der Installation), wird ein solcher erstellt.

Der Fingerabdruck ist in der Datei /root/idsalt.log gespeichert. Wenn Sie den bestehenden Fingerabdruck löschen wollen, geben Sie als Administrator root den Befehl rm /root/idsalt.log ein.

Wenn Sie sehen möchten, wie neue, veränderte oder gelöschte Systemdateien aufgespürt werden, können Sie folgenden Test machen: Geben Sie den Befehl ./ids.sh ein. Anschließend erzeugen Sie mit dem Befehl touch /bin/test.txt eine neue Datei. Führen Sie den Befehl ./ids.sh erneut aus. Das Skript findet die neue Datei. Ebenso würden veränderte oder gelöschte Systemdateien gefunden werden. Löschen Sie jetzt die testhalber erstellte Datei mit dem Befehl rm /bin/test.txt. Führen Sie den Befehl ./ids.sh noch einmal aus.

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7.5. Backup erstellen

Befehle: ./backup.sh
mkfs.ext2
mkfs.vfat
Datei: /root/backup.sh

Simplix Linux stellt ein Skript bereit, das den kompletten Inhalt des /home-Verzeichnisses (bzw. einer externen Festplatte) auf eine externe Backup-Festplatte sichert. Dazu wird das Programm rsync benutzt, das ein inkrementelles Backup erstellt. Dies bedeutet, es werden nur solche Ordner und Dateien auf die Backup-Festplatte kopiert, die seit dem letzten Backup neu erstellt oder geändert wurden. Dateien, die seit dem letzten Backup gelöscht wurden, werden auch im Backup gelöscht.

Bevor Sie ein Backup zum ersten Mal erstellen, müssen Sie im Ordner /root in der Datei backup.sh einige Einstellungen machen. Geben Sie als Administrator root den Befehl mcedit backup.sh ein. Am Anfang des Skripts geben Sie an, welcher Ordner inkl. Unterordner gesichert werden soll und wohin. Außerdem ist es wichtig, das Dateisystem anzugeben. Speichern Sie die Datei mit der Taste F10.

Beispiele:

(1) Sie haben die Daten auf einer internen Festplatte (ext2/ext3-Dateisystem):

(2) Sie haben die Daten auf einer externen Festplatte (fat-Dateisystem):

(3) Sie haben die Daten auf einer externen Festplatte (ext2/ext3-Dateisystem):

Die Daten-Festplatte und die Backup-Festplatte müssen dasselbe Dateisystem (ext2/ext3/fat) haben. Neu gekaufte externe Festplatten haben üblicherweise ein fat-Dateisystem. Wenn Sie die Daten auf einer Festplatte mit ext2/ext3-Dateisystem speichern, muss die Backup-Festplatte ebenfalls ein ext2/ext3-Dateisystem haben. Als Administrator root können Sie wie folgt ein ext2/ex3-Dateisystem auf der Backup-Festplatte einrichten:

Schließen Sie die Backup-Festplatte an. Warten Sie ca. 5 Sekunden, bis das Gerät erkannt wurde. Drücken Sie einmal Return, um eine neue Eingabezeile zu erhalten.
umount /dev/sdx1 Da Simplix Linux Geräte mit USB-Anschluss automatisch einbindet, muss das Gerät zuerst ausgehängt werden. Ersetzen Sie sdx1 durch die tatsächliche Gerätebezeichnung sdb1 oder sdc1.
mkfs.ext2 /dev/sdx1 Geben Sie den gesamten Befehl in einer Zeile ein. Ersetzen Sie sdx1 durch die tatsächliche Gerätebezeichnung sdb1 oder sdc1. Der Befehl erstellt ein ext2-Filesystem in der ersten Partition auf dem Gerät /dev/sdx. Achtung: alle Daten in der Partition /dev/sdx1 werden gelöscht.
Trennen Sie die Backup-Festplatte vom PC.

Wenn das Backup in einen bestimmten Ordner erfolgen soll, so müssen Sie auf der Backup-Festplatte den Ordner erstellen. Dazu gehen Sie als Administrator root wie folgt vor:

Schließen Sie die Backup-Festplatte an. Warten Sie ca. 5 Sekunden, bis das Gerät erkannt wurde. Drücken Sie einmal Return, um eine neue Eingabezeile zu erhalten.
mkdir -p /media/usbx/Backup Damit erstellen Sie auf der Backup-Festplatte einen Ordner Backup. Ersetzen Sie usbx durch den tatsächlichen Einhänge-Punkt der Backup-Festplatte. Wenn Sie die Daten auf einer internen Festplatte speichern, ist der Einhänge-Punkt usb0. Wenn Sie die Daten auf einer externen Festplatte speichern, ist der Einhänge-Punkt usb1.
Trennen Sie die Backup-Festplatte vom PC.

Das Backup führen Sie dann wie folgt durch: Melden Sie sich als Administrator root an. Schließen Sie die Backup-Festplatte an und warten Sie ca. 5 Sekunden, bis das Gerät erkannt wurde. Sie erhalten eine Meldung in der Konsole. Drücken Sie dann einmal die Return-Taste. Geben Sie dann den Befehl ./backup.sh ein.

Nach dem ersten Backup sollten Sie einen Blick auf die gesicherten Dateien werfen. Trennen Sie die Backup-Festplatte vom PC, melden Sie sich als normaler Benutzer an, schließen Sie die Backup-Festplatte wieder an und schauen Sie sich den Inhalt der Backup-Festplatte an. Klicken Sie dazu im Menü auf Dateien/Ordner/Festplatten | USB-Sticks anzeigen. Dadurch wird der Dateimanager geöffnet und Sie brauchen nur noch auf den entsprechenden USB-Ordner klicken (ist mit einem grünen Punkt markiert).

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7.6. Datum und Zeit einstellen

Befehle: ./zeit.sh
date

Simplix Linux kann Datum und Zeit automatisch von einem Zeitserver über das Internet beziehen. Melden Sie sich als Administrator root an und geben Sie den Befehl ./zeit.sh ein (eine bestehende Internetverbindung wird vorausgesetzt).

Wenn Sie Datum und Uhrzeit manuell einstellen wollen, gehen Sie wie folgt vor:

Melden Sie sich als Administrator root an.
date Zeigt das Datum und die Uhrzeit an.
date MMDDhhmmYYYY Setzt das Datum und die Uhrzeit. Die Buchstaben haben folgende Bedeutung:
MM=Monat
DD=Tag
hh=Stunden
mm=Minuten
YYYY=Jahr
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7.7. Zusätzliche Programme installieren

Befehle: ./ids.sh
apt-get update
apt-get install Programmname
rm idsalt.log
./ids.sh

Simplix Linux ist zu 100% Debian GNU/Linux. Somit können Sie alle Debian-Programme installieren. Geben Sie in der Konsole folgende Befehle ein (eine bestehende Internetverbindung wird vorausgesetzt):

Melden Sie sich als Administrator root an.
./ids.sh Das Skript erstellt einen aktuellen Fingerabdruck der Systemdateien und vergleicht diesen mit dem gespeicherten Fingerabdruck. Dabei werden alle Systemdateien angezeigt, die gelöscht, geändert oder hinzugefügt wurden. Wenn es noch keinen gespeicherten Fingerabdruck der Systemdateien gibt (z.B. direkt nach der Installation), wird ein solcher erstellt. Wenn Systemdateien verändert wurden, sollten Sie zunächst die Ursache untersuchen, bevor Sie weitere Programme installieren.
apt-get update Damit aktualisieren Sie die Liste aller verfügbaren Programme.
apt-get install Programmname Damit installieren Sie das Programm.
rm idsalt.log Löscht den alten Fingerabdruck der Systemdateien.
./ids.sh Das Skript erstellt einen neuen Fingerabdruck der Systemdateien.
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7.8. Automatisches Login eines Benutzers ein-/ausschalten

Datei: /etc/inittab

In der Datei /etc/inittab können Sie einstellen, ob beim Starten des PC ein Benutzer automatisch eingeloggt werden soll.

Melden Sie sich als Administrator root an.
mcedit /etc/inittab Damit öffnent Sie die Datei.
Bewegen Sie den Cursor zu folgenden Zeilen:

1:2345:respawn:/sbin/getty 38400 tty1
1:2345:respawn:/sbin/rungetty tty1 --autologin user

Die erste Zeile schaltet das Autologin aus, die zweite Zeile schaltet das Autologin für einen bestimmten Benutzer ein. Dabei ersetzen Sie user durch den tatsächlichen Benutzernamen. Setzen Sie vor die nicht auszuführende Zeile ein Kommentarzeichen #

Speichern Sie die Datei mit der F10-Taste.
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7.9. Treiber für nvidia-Grafikkarte installieren

Nachstehend finden Sie eine Beschreibung, wie Sie einen speziellen Treiber für nvidia-Grafikkarten erstellen. Bitte beachten Sie, dass diese Vorgehensweise eventuell nicht für jede nvidia-Grafikkarte funktioniert und (im schlechtesten Fall) vielleicht der PC nicht mehr die grafische Benutzeroberfläche startet. Deshalb ist es ratsam, die Treiberinstallation direkt nach der Installation von Simplix Linux durchzuführen. Wenn es nicht funktioniert, können Sie Simplix Linux einfach noch einmal installieren und Sie haben nicht zuviel Zeit verloren.

Melden Sie sich als Administrator root an.
Stellen Sie eine Internetverbindung her.
apt-get install
nvidia-kernel-dkms
nvidia-glx
nvidia-settings
nvidia-xconfig
nvidia-kernel-source
build-essential
module-assistant
kernel-package
linux-headers-2.6-486
linux-headers-2.6.686
Damit installieren Sie die notwendigen Pakete. Der gesamte Befehl wird in eine Zeile geschrieben.
module-assistant auto-install nvidia Bleiben Sie weiterhin online und geben Sie den Befehl ein.
Trennen Sie die Internetverbindung.
Starten Sie den PC neu.
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7.10. Weitere Informationen

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8. Weitere Hilfe

Da das installierte Simplix Linux ein original Debian GNU/Linux ist, finden Sie weitere Hilfe und Ratschläge in Debian-Büchern oder z.B. unter www.debianforum.de

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9. Kontakt

Bitte teilen Sie mir mit, ob Ihnen Simplix Linux gefällt und Sie es einsetzen. Auch Kritik oder Verbesserungsvorschläge sind willkommen. Schreiben Sie einfach eine Email an:

10. Haftungsausschluss

Der Einsatz von Simplix Linux erfolgt auf eigene Gefahr. Ich biete keinerlei Gewährleistung und übernehme keine Haftung für Schäden an Hard- oder Software oder den Verlust von Daten.

11. Danksagung

Ich danke Sourceforge.net für das Hosting der Distribution.

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